Endart e.V. & SPZ, Sucht- und Drogenberatung Düren

 - MPU Vorbereitung -

Unsere verschiedenen Schulungsangebote

In der Schulung können Sie sich in Gruppen- und Einzelsitzungen gründlich auf die MPU vorbereiten. Die Einzelsitzungen können im SPZ, Sucht und Drogenberatung, Düren oder der Außenstelle des SPZ in Jülich in Anspruch genommen werden.

Unsere Schulungsangebote variieren konzeptionell, um auf Ihre individuelle Problemlage eingehen zu können. Wir haben vier unterschiedliche Modelle:


I.   Eine Kursschulung für junge, drogen- oder alkoholauffällige Kraftfahrer zwischen 17 und 30 Jahren, in Ausnahmen bis 35 Jahren:

Die  Kursschulung findet 14-tägig an acht Terminen in geschlossenen Gruppen von maximal 10 Personen dienstags oder mittwochs um 18.00 Uhr statt. Eine Gruppensitzung dauert bis zu zwei Stunden. Einmalig findet während des laufenden Kurses samstags ein fünfstündiges Intensivseminar statt.  Aktuell beginnt alle zwei bis drei Monate ein neuer Kurs, sodass Sie nach der Anmeldung in der Regel nicht lange auf den Kursbeginn warten müssen.

Im Anschluss an den Kurs können Sie weiterhin monatliche halboffene Gruppentreffen besuchen, wenn Sie wegen der noch länger nachzuweisenden Abstinenzzeit nicht direkt nach Kursende zur MPU können. Dort werden Sie dann die Teilnehmer aus Ihrem Kurs wiedersehen, aber auch Teilnehmer aus den vorangegangenen Kursen.

Kursvorbereitend oder -begleitend können Sie in Einzelsitzungen die eher persönlichen Themen besprechen. Die Gruppentreffen sind in Düren, je nach Anmeldungen kann auch ein Kurs in Jülich angeboten werden.

In  Ausnahmefällen kann die Schulung auch ausschließlich in Einzelsitzungen stattfinden, wenn z.B. eine Kursteilnahme aus beruflichen Gründen nicht möglich ist.

II. Ein frauenspezifisches Angebot:

Frauen werden in Einzelberatungen geschult, eine Integration in die „Männergruppen“ hat sich als wenig sinnvoll erwiesen. Wenn möglich, werden auch die Frauen in altershomogene Kleingruppen themenzentriert  zusammengefasst. Dies bietet unter anderem den Raum für Austausch und Solidaritätserfahrungen.

III. In Kooperation mit dem SPZ

Bei einem hohen suchttherapeutischen Bedarf oder behandlungsbedürftiger Suchtproblematik besteht für alle betroffenen Männer und Frauen aller Altersstufen die Möglichkeit, die Ambulante Rehabilitation Sucht (ARS) innerhalb des Verbundsystems in Anspruch zu nehmen. So können Sie in sechs bzw. zwölf Monaten in wöchentlichen Einzel- und Gruppentherapiesitzungen intensiv ihre persönliche (Sucht-) Problematik aufarbeiten. Durch die Vernetzung der Angebote „MPU Vorbereitung“ und ARS erhalten Sie neben einer intensiven Therapie alle für die MPU notwendigen Informationen.

IV. Ein Kompaktkurs für alkohol- und drogenauffällige Kraftfahrer ab dem 35. Lebensjahr ohne behandlungsbedürftige Suchtproblematik:

Dieses Schulungsangebot besteht aus drei diagnostischen Einzelgesprächen, acht Gruppensitzungen in einer geschlossenen Gruppe, einem Intensivseminar und zwei Abschlussgesprächen. Die acht Gruppensitzungen finden innerhalb von 10 - 12 Wochen mittwochs von 18.00 Uhr bis 20.00 Uhr statt. 

oder (falls wir keinen Kompaktkurs anbieten können):

Die Einzelschulung für die Zielgruppe des Kompaktkurses. Wir bieten Ihnen sieben bis zehn Einzeltermine, die Teilnahme an einem Intensivseminar und gegebenenfalls einzelne, themenspezifische Gruppensitzungen.

Teilnahmebedingungen:

Sie leben in den Kreisen Düren, Aachen, Heinsberg, Euskirchen, Rhein-Erftkreis oder haben sonst einen Bezugspunkt zu Düren, der es Ihnen ermöglicht, die Termine hier unproblematisch einzuhalten.

Eine erfolgreiche Teilnahme an der Schulung setzt Ehrlichkeit, Offenheit in der Bearbeitung persönlicher Themen und die Bereitschaft zur Veränderung von Verhalten und der Lebensgestaltung voraus.

Sie akzeptieren die Regeln der Schulung und unserer Einrichtung.

Ausschlussgründe sind: Unfähigkeit zur Abstinenz bzw. Unfähigkeit zum kontrollierten Umgang mit Alkohol, fortgesetzter Rauschmittelmissbrauch und erneute strafbare Handlungen während der Schulung (z.B. Fahren ohne Fahrerlaubnis).

Kraftfahrer und Kraftfahrerinnen mit einer reinen verkehrsrechtlichen Fragestellung (zu viele Punkte) ohne Alkohol- oder Drogenproblematik schulen wir nicht, da unsere Konzepte für diese Menschen nicht passend sind!